Wenn Pfoten Ziele begleiten: Hundegestützte Arbeit im Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)

Hilfe auf Pfoten

Manchmal sind die Zufälle im Leben spannend. Zeitgleich zu meiner Ausbildung als ZRM-Coach habe ich mit meiner Therapiehündin mit Insassen des Strafvollzugs gearbeitet. Die Wirkung der tiergestützten Arbeit fasziniert mich noch heute jeden Tag aufs Neue und so kam recht zügig die Idee, dass meine Hündin auch ein guter Co-Coach in meiner Arbeit mit dem ZRM sein könnte.

Die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) zählt zu den fundiertesten Selbstmanagement-Ansätzen im Coaching. Sie kombiniert Erkenntnisse aus der Neuropsychologie, der Motivationsforschung und der Embodiment-Theorie zu einem systematischen Prozess der Zielentwicklung, der das Bewusste und Unbewusste einschließt.

Doch was passiert, wenn dabei auch ein vierbeiniger Co-Coach mitarbeitet?

Ich bin mittlerweile sicher: Hundegestützte Arbeit im ZRM® ist weit mehr als eine nette Ergänzung – sie kann die Wirksamkeit des gesamten Prozesses vertiefen, emotionalisieren und beschleunigen.

 

ZRM® kurz erklärt

Das Zürcher Ressourcen Modell wurde von Maja Storch und Frank Krause entwickelt und zielt darauf ab, selbstkongruente Ziele zu entwickeln – also Ziele, die nicht nur vernünftig klingen, sondern auch emotional stimmig sind, weil die Bedürfnisse des Unbewussten einbezogen sind.

Zentrale Elemente im ZRM® sind:

  • Bildkartei & Motto-Ziele: Intuition und Bildimpulse spielen eine große Rolle.
  • Somatische Marker: Körperliche Resonanz dient als Wegweiser.
  • Ressourcenaktivierung: Es wird ein Ressourcenpool angelegt, der das neue neuronale Netz, das es zur Zielerreichung braucht, stärkt.
  • Handlungsplanung: Ziele werden in konkrete Umsetzungsschritte überführt.

Mehr Infos zum ZRM® findest du in meinem Blogartikel „Entfalte dein volles Potenzial mit dem Züricher Ressourcenmodell„.

Wo Hunde das ZRM® bereichern

  1. Stärkung der somatischen Marker

Im ZRM® achten Klient:innen gezielt auf Körperempfindungen, um stimmige Entscheidungen zu treffen. Hunde reagieren auf kleinste Körpersignale – oft schneller als wir selbst. Ihr Verhalten kann als „Spiegel“ dienen: Wenn der Hund plötzlich aufhört zu kooperieren oder sich dem Menschen stärker zuwendet, zeigt er damit nonverbal an, dass sich im Gegenüber etwas verändert hat.

  1. Emotionale Anker schaffen

Emotionale Erlebnisse verstärken die Wirkung von Ressourcen. Der Kontakt mit einem Hund aktiviert oft positive Gefühle wie Freude, Beruhigung oder Verbundenheit – ideale Zustände für die Arbeit mit Ressourcenkarten, Bildassoziationen und Körperübungen.

  1. Embodiment durch Bewegung mit dem Hund

Embodiment ist ein zentrales Prinzip im ZRM® – neue Haltungen und Ziele sollen im Körper erfahrbar werden.

Der Hund zeigt deutlich, ob das gezeigte Verhalten mit der inneren Haltung es Menschen übereinstimmt oder nicht.

Der Hund kann hier ebenso als „Anker in der Bewegung“ dienen. Gehen, stehen, mit dem Hund in Interaktion treten: Das Erleben von Körperspannung, Haltung und nonverbaler Kommunikation lässt sich bewusst mit dem neuen Motto-Ziel verknüpfen.

  1. Unbewusste Themen sichtbar machen

Hunde sind Meister darin, unausgesprochene Spannungen wahrzunehmen. Im ZRM® arbeiten Klient:innen oft an der Grenze von bewussten und unbewussten Prozessen. Der Hund kann als „Seismograph“ dienen und dabei helfen, verdeckte Emotionen ins Bewusstsein zu bringen – ohne Sprache, aber mit Wirkung.

Fazit: Ressourcen zum Anfassen

Hundegestützte Arbeit im Zürcher Ressourcen Modell bringt das zentrale Ziel des ZRM® – Selbstkongruenz – buchstäblich auf den Boden. Durch die Präsenz des Hundes wird der Prozess unmittelbarer, körperlicher, emotionaler – und dadurch oft nachhaltiger. Wer im Coaching neue Wege gehen will, kann mit einem Vierbeiner an der Seite nicht nur Ressourcen aktivieren, sondern sie auch erleben.

Bist du neugierig geworden oder fühlst dich angesprochen? Dann melde dich bei uns! Wir freuen uns auf dich!